Green Craft

Module



Die 18 Module sind für die Teilnehmenden der unterschiedlichen Gewerke auf ein Orientierungswissen über die Schnittstellen des eigenen zu angrenzenden Gewerken ausgerichtet, um ein Verständnis zu den Wirkungen der eigenen Tätigkeit auf die Arbeit anderer Gewerke, ein übergreifendes Qualitätsverständnis zur energetischen Sanierung und dem energieeffizienten Neubau sowie ein Verständnis für das „Haus als System“ zu erlangen.

 

Dabei soll der Abbau der Konkurrenz zwischen den Gewerken erreicht, Kooperationen gefördert und ein herstellerunabhängiges Verständnis zu Baustoffen und Verfahren entwickelt werden.

Außerdem wird den Teilnehmenden ein Verständnis zur ökologischen Nachhaltigkeit ihrer beruflichen Tätigkeit und den direkten Wirkungen ihres beruflichen Alltags sowie Möglichkeiten der eigenen Einflussnahme darauf vermittelt.

 

In der Umsetzung liegt der Fokus auf informellen Lernsettings. Die Vermittlung von Inhalten beschränkt sich auf eine Einführung mit Überblickswissen zu grundsätzlichen Verfahren, Funktionalitäten und Zusammenhängen zu den jeweils adressierten Themen, Technologien und verwendeten Materialien der jeweiligen Modulschwerpunkte.

MODUL 1 – Didaktik in der Ausbildung

Methoden der Wissens- und Kompetenzvermittlung sind Inhalt dieses Grundlagenmoduls, welches sich an Akteure in der Berufsausbildung richtet. Handreichungen zur praktischen Ausbildung im Betrieb werden ebenso wie Methoden zur Vermittlung theoretischer Grundlagen unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Neben Möglichkeiten zur Nutzung digitaler und interaktiver Lehrmittel in Betrieb und Berufsschule werden auch haptische und traditionelle didaktische Ansätze beleuchtet. Pädagogische Gesichtspunkte, rechtliche Aspekte der Berufsausbildung und aktuelle Themen runden den Inhalt ab.

 

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MODUL 2 – Nachhaltigkeit im Handwerk

Das Handwerk verkörpert bereits im unternehmerischen Selbstverständnis verschiedene Aspekte nachhaltigen Wirtschaftens. Lehre, Qualität, Langlebigkeit der Erzeugnisse und Denken in Generationen sind nur einige zutreffende Merkmale des Handwerks, die diesen Anspruch unterstreichen. Handwerker/innen sind Vertrauenspersonen, greifbar und oft in der Gesellschaft eingebettet. Mit diesem Modul wollen wir in den aktiven Diskurs über künftige Beiträge des Handwerks zur Ressourcenschonung, den Wert regionaler Kreisläufe und mehr Lebensqualität für Mitarbeitende und Kundschaft durch mehr Achtsamkeit im Umgang mit Energie, Rohstoffen und umweltverträglicheren Produkten eintreten.

 

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MODUL 3 – Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Betrieb

Auf der Grundlage von für einzelne Gebäude des Bildungscampus BTZ Rohr erstellte Energieaudits zeigen wir beispielgebend Personen, die an unseren Kursen teilnehmen, welche energetischen und damit finanziellen Einsparmöglichkeiten in der alltagstauglichen Bewirtschaftung von Betriebsstätten zu erschließen sind. Hierzu wird ein „Vorher-Nachher Vergleich“ durchgeführt. Das Augenmerk dieses Moduls liegt auf nichtinvestiven, allein durch Gebrauch- und Prozessoptimierung erzielbare Einspareffekte. Die Teilnehmenden werden angeleitet, entsprechende Optimierungen in ihren eigenen Betriebsstätten durchzuführen.

 

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MODUL 4 – Haus als System – Digitales Aufmaß

Eine Baustelle ohne korrektes Aufmaß ist unmöglich zufriedenstellend zu beenden. Deshalb erfordert das Aufmaß Konzentration, schnell wird ungenau gemessen oder schlecht leserlich notiert, was für alle weiteren am Projekt Beteiligten mehr Aufwand bedeutet. Sind mehrere Handwerksbetriebe an einem Projekt beteiligt, erstellt meistens jeder Betrieb für sich ein Aufmaß. Das erhöht das Vertrauen in die gemessenen Werte, ist aber im Grunde unwirtschaftlich. Heutzutage muss das nicht mehr sein, denn wie in vielen anderen Bereichen des Handwerks, bietet die Digitalisierung auch hier eine interessante Lösung.


  • · Genauer und präziser arbeiten mit Hilfe von Laser- und Softwaretechnik
  • · übersichtliche und hochmoderne 3D Methode
  • · weniger Arbeit und mehr Transparenz durch digitales Aufmaß
  • · effizientere Arbeit auf der Baustelle durch digitales Aufmaß

 

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MODUL 5 – Kooperation im Handwerk

Die fortschreitende Digitalisierung der Bauwirtschaft fordert neue Kompetenzen. Dabei entwickeln sich kontinuierlich neue Aufgabenfelder. Den Kern der Digitalisierung bildet die BIM-Methodik, welche Daten aus Erstellung und Betrieb eines Bauwerks aus vier Perspektiven betrachtet: Prozesse, Richtlinien, Technologien und Menschen. Nur bei einer ganzheitlichen Betrachtung aller Aspekte lassen sich die erhofften Effizienzsteigerungen in Bauprozessen realisieren. In diesem Modul werden neben einer umfassenden Einführung und praktischen Anwendungen die Möglichkeiten und Perspektiven aber auch die Grenzen von BIM dargestellt.

 

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MODUL 6 – Bauphysik und Baubiologie

Bau und Ausbau, bauphysikalische Anforderungen, Bauteile und -elemente, Bauen und Sanieren im Bestand vor Neubau und Erschließung, Baustoffe und Recycling, Gesundheitsverträglichkeit und Haltbarkeit verwendeter Materialien, Nutzungsfreundlichkeit und Barrierefreiheit für im Alltag eingeschränkte Personen

 

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MODUL 7 – Betriebsausstattung und Maschinen

Zahlreiche Geräte und Maschinen prägen den Arbeitsalltag im Handwerk. Diese Hilfsmittel effizient und möglichst gesundheits- und umweltschonend zu verwenden und deren Einsatz zu optimieren, ist Anliegen dieses Moduls. Hierbei werden wir insbesondere Kenntnisse im Umgang mit gesundheitsschädlichen Betriebsstoffen, Strategien zur Lärmminderung auf Baustellen, dem Ressourcen schonenden Einsatz von Fahrzeugen, zur Prozessoptimierung und zum optimalen Einsatz von qualitativ hochwertigen Werkzeugen und Maschinen vermitteln. Wir wollen aufzeigen, dass zumeist schon mit einfachen Mitteln ein hohes Maß an Gesundheitsschutz auf Baustellen erreicht werden kann.

 

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MODUL 8 – Feuchteschutz und Abdichtung

Feuchte in Gebäuden entsteht durch die Art der Nutzung wie z.B. durch Kochen, Waschen und Trocknen oder Baden. Sie kann aber auch durch Schlagregen, Undichtheiten an Bauteilanschlüssen oder Rissen der Gebäudehülle, durch aufsteigende Feuchte oder Diffusion aus dem Erdreich oder durch Tauwasser aufgrund mangelnder Luftdichtheit der Konstruktion verursacht werden. Feuchte kann zu baulichen Schäden, hohen Heizkosten sowie Gesundheitsgefahren für die Nutzer, z.B. durch Schimmelbildung führen. Die Teilnehmenden lernen Planungsregeln und Werkzeuge für Materialauswahl, Ausführung der Gründung, Bauteilabdichtungen sowie die Prinzipien für eine luftdichte Gebäudehülle kennen. Kenngrößen, wie den Temperaturfaktor und die raumseitige Oberflächentemperatur werden ermittelt und bewertet. Das Nutzerverhalten spielt eine große Rolle. Hierzu lernen die Teilnehmenden Regeln kennen und beim Kunden zu argumentieren.

 

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MODUL 9 – Wärmedämmung und Wärmebrücken

Die Teilnehmenden lernen den Wärmeschutz bei beheizten und/oder gekühlten Gebäuden als Basis für einen umwelt- und klimagerechten Betrieb, für Bezahlbarkeit, bauphysikalische Schadensfreiheit sowie Gesundheit, Behaglichkeit und letztlich Zufriedenheit der Nutzer kennen. Neben dem winterlichen Wärmeschutz vor, zwischen oder außerhalb der tragenden Konstruktionen spielt mehr und mehr der sommerliche Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Die Teilnehmenden lernen Lösungen kennen, um Hitzelasten tags in den Konstruktionen zu speichern oder zu verzögern, so dass diese in der Nacht abgelüftet werden können. Hierzu tragen auch innere Bauteile, wie Geschossdecken und Innenwände bei. Den dritten Schwerpunkt bildet die Planung, um Wärmebrückenwirkungen zu mindern, welche verstärkt bei gedämmten Gebäuden auftreten. Diese entstehen, wenn sich an Teilen der wärmeübertragenden Gebäudehülle der Wärmedurchlasswiderstand signifikant ändert. Dies entsteht aufgrund der Geometrie, z.B. an Außenecken, Laibungen oder Kehlen, der Materialien oder der Konstruktion. Es entstehen lokale Auskühlungen und nachfolgend schädliches Tauwasser. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden lernen, deren Einfluss durch geschickte Planung zu mindern und die Bauausführung in hoher Qualität zu sichern.

 

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MODUL 10 – Bauteilanschlüsse, Bauteil, Fenster sowie Fertigteile

Eine Option für kostengünstiges Bauen ist das Bauen im Baukastenprinzip oder mit industriell vorgefertigten Komponenten. In Punkto preiswertes Bauen sind Fertigteilhäuser vielfach gewählte Vorzugsvarianten. Das Bauen in Massivholz- oder Holzrahmenbauweise ist besonders klimaschonend, da überwiegend nachwachsende Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft Verwendung finden. Holzhäuser verfügen zudem über ein gesundes und angenehmes Wohnklima. In diesem Modul werden Kenntnisse über den sachgemäßen Einbau von Bauteilen, zur Vermeidung von Anschlussfehlern vermittelt. Mit Hilfe moderner Mess- und Visualisierungstechnik wird das Entstehen von Bauwerkschäden durch unsachgemäßes Dämmen und falsches Feuchtemanagement im Haus simuliert. Methoden zur aktiven und passiven Schadensvermeidung runden das Spektrum des Kurses ab.

 

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MODUL 11 – Bauen mit Naturbaustoffen

Jahrhunderte lang bauten Menschen ihre Häuser mit den Materialien der umgebenden Landschaft. Die Renaissance dieser Naturbaustoffe bietet Handwerksbetrieben vielfältige Aufgabenfelder. Sie ergeben sich insbesondere durch die Kombination entsprechender Baustoffe mit modernen Technologien. Die Vorteile hiervon sind unübersehbar. Kurze Lieferwege, Wiederverwertbarkeit der Rohmaterialen, geringer Energiebedarf in der Gewinnung, positive Wirkung auf das Wohn- und Arbeitsklima, sind nur einige der vielen Gesichtspunkte, die in diesem Modul beleuchtet werden sollen.

 

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MODUL 12 – Wärmeerzeugung

Aktuelle Trends und innovative Möglichkeiten der Wärmeerzeugung stehen im Fokus dieses Moduls. Nachhaltige Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen, die Energie entweder aus der Luft oder aus einer Sole(Erdwärme) entziehen, werden ebenso betrachtet wie Brennwertgeräte die mit Öl-, Gas- oder auf Holzbasis befeuert werden. Der Installation von Flächenheizungen in Verbindung mit nachhaltiger und effektiver Wärmeerzeugung steht unter Betrachtung von Aufwand, Nutzen und Lebensdauer möglichen Alternativen gegenüber. Betrachtet wird die Anwendung bei Neubau ebenso wie im Bereich der Sanierung auch im Hinblick auf unterschiedliche Raumnutzungsansprüche.

 

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MODUL 13 – Heiztechnik in Gebäuden

Nachhaltige und neue Heiztechnik in Gebäuden umfasst eine gut abgestimmte Anlagenhydraulik und Wärmerückgewinnung. Somit wird primär immer nur so viel Wärmeenergie zu Verfügung gestellt, wie auch wirklich gebraucht wird. Neuste Gebäudetechnik ermöglicht es, mehr Energie zu erzeugen als notwendig wäre. Hier steht das System Haus insgesamt im Blickwinkel - „Aktiv Häuser“ oder „ Effizienzhaus Plus“ sind Konzepte die in diesem Modul im fachlichen Diskurs näher analysiert werden.

 

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MODUL 14 – Speichertechniken

In diesem Modul werden verschiedenste Möglichkeiten, Wärmeenergie zu speichern, analysiert. Eisspeicher, Pufferspeicher oder Latent Wärmespeicher sind in der Praxis am gängigsten und werden nach verschiedenen Kriterien gegenübergestellt. Bei einer guten Dämmung, sei es bei Speichern oder auch Rohrleitungen, ist ein Temperaturabfall von weniger als 0,5°C am Tag die Norm. Technische Möglichkeiten werden im Blickwinkel der Notwendigkeit und sinnvollen Nutzung betrachtet.

 

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MODUL 15 – Lüftung, Klima, Kälte

Ob man sich in einem Raum wohlfühlt oder nicht, wird im Wesentlichen durch drei Faktoren bestimmt: Die thermische Behaglichkeit, die relative Luftfeuchte und die Raumluftqualität. Kontrollierte Wohnraumlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung ist gesetzlich vorgeschrieben und eine zwingende Notwendigkeit. Modern errichtete Gebäude müssen nach aktuellem Baustandard über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung verfügen. Auch für Gebäude im Bestand ist eine Luftwechselrate zum Feuchteschutz erforderlich. Rechtliche Regelungen wie DIN 1946-6 stehen ebenso im Fokus dieses Moduls wie Gesundheits- und Nachhaltigkeits-Aspekte.

 

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MODUL 16 – Hausinstallation

Anschlüsse im Bereich der Elektrotechnik und SHK Ziele: Das Spektrum an Möglichkeiten in der Hausinstallation lässt kaum noch Kundenwünsche offen. Von Infrarot-Duschsystemen, über Küchen-Mischbatterien die neben 100°C kochendem Wasser auch gekühltes sprudelndes und stilles Wasser verfügbar halten oder WCs mit Geruchabsaugung hält der Markt ein fast unüberschaubares Spektrum bereit. High-Tech und Low-Tech Lösungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet stehen im Mittelpunkt dieses Moduls.

 

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MODUL 17 – Smart Home

In diesem Modul erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in den aktuellen Stand der Technik hinsichtlich der netzgestützten Steuerung und Optimierung aller elektrischen und elektronischen Anlagen in Wohnhäusern. Wichtige Schlagworte wie: Moderne Steuerungstechnik, Vernetzung der Haustechnik, Fernsteuerung der Gebäudetechnik, Lastabhängige Verbrauchssteuerung von elektrischen Geräten, Wohnkomfortverbesserung, energetische Optimierung, Gebäudeüberwachung, audiovisuelle Unterhaltung usw. beschreiben ein sich rasant entwickelndes Aufgabenfeld der Handwerker/innen im privaten Wohnumfeld. In diesem Modul werden zudem High Tech und Low Tech Häuser beispielhaft hinsichtlich ihres lebenszyklusbezogenen Energieverbrauches beleuchten und analysiert.

 

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MODUL 18 – Erneuerbare Energiequellen

Je mehr Energie aus erneuerbaren Ressourcen und Quellen genutzt werden kann, umso höher ist der Beitrag eines jeden Einzelnen für den Ressourcen- und Klimaschutz. Den Bau in Auftrag gebende Personen achten zudem zunehmend auf die jährlichen Energieverbräuche im Haushalt und suchen nach individuellen Versorgungslösungen unter Optimierung der jeweils örtlich gegebenen Quellen. Die Teilnehmenden dieses Moduls erarbeiten sich ihr Know How über moderne Energieversorgungssysteme für deren standorts- und kundengerechten Einsatz. Betrachtet werden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher erneuerbarer Energiequellen. Mit Blick auf den jeweiligen Wärmebedarf von Wohnhäusern werden individuelle und gemeinschaftliche Lösungen analysiert.

 

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